Das ist kein gewöhnlicher Autorenblog. In erster Linie berichte ich hier nicht über meine Bücher oder über das Schreiben an sich, sondern darüber, wie ich mein Leben so einrichte, dass es mir möglich ist, Bücher zu schreiben. Selbstorganisation, Kreativitätstechniken, Lernmethoden, Zeitmanagement, Lebensführung und vieles mehr werden hier behandelt. Dies ist meine Reise. Ich lade Euch ein, mich zu begleiten.
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Montag, 2. September 2013
Dienstag, 23. Juli 2013
Was will ich eigentlich ganz konkret?
Was will ich eigentlich ganz konkret?
Je konkreter das Ziel, desto wahrscheinlicher ist es zu erreichen
Blöde Frage, werden manche von euch jetzt sagen. Du hast
doch schon in den letzten Artikeln geschrieben, was du willst. Bücher schreiben,
und zwar mindestens so lange, bis du zehn Stück veröffentlicht hast. Sogar eine
Zeitspanne hast du genannt: Zwei Jahre. Also wie konkret soll es denn wohl noch
werden können?
Da muss ich dann gleich mal ein Veto einwerfen. In zwei
Jahren zehn Bücher auf dem Markt zu haben, mag zwar ein Ziel sein, aber konkret
ist das noch lange nicht.
Ich weiß zum Beispiel noch nicht, welche Art von Büchern es
sein sollen. Soll ich meine Serie um das Telepathenvolk der Centerer noch über
den zweiten Band hinaus erweitern, den ich gerade schreibe? Soll ich
hauptsächlich auf Kurzgeschichtensammlungen setzen, um schneller voran zu
kommen? Will ich weitere Mystery-Romance Projekte unter meinem Pseudonym
veröffentlichen, oder lasse ich das sterben?
Allein, was das Schreiben an sich angeht und den Weg zu dem
Ziel, zehn Veröffentlichungen zu haben, kann ich noch wesentlich konkreter
werden. Nein falsch: MUSS ich noch wesentlich konkreter werden. Warum? Na,
beschließt mal, nach Köln zu wandern, ohne vorher einen Blick auf die Landkarte
geworfen zu haben. Viel Glück dabei ;)
OK, jetzt mal angenommen, ich sage: Unter den nächsten sechs
Veröffentlichungen sollen zwei weitere Fortsetzungen der Centerer sein, zwei
Horror-Kurzgeschichtensammlungen und zwei Mystery-Romance Bände. Dann wäre das,
was das Schreiben an sich angeht, schon wirklich sehr konkret.
Ich weise hier
ausdrücklich darauf hin, dass das nur ein Beispiel ist! Das entspricht nicht
meiner tatsächlichen Zielsetzung, aber die verrate ich auch nicht öffentlich.
Das würde meinen kreativen Freiraum dann doch zu sehr einengen. Nicht, dass
mich nachher dauernd Mails erreichen, in denen ich gefragt werde, wo der zweite
Mystery-Romance-Band bleibt. Nee, nee…
Und noch mal zurück zum Begriff „konkret“: Mir fällt spontan
noch etwas ganz anderes ein, was ich mich in diesem Zusammenhang fragen muss:
Will ich diesem Ziel ALLES unterordnen? Ich könnte ja beschließen, dass ich
diese verdammten Bücher in der vorgesehenen Zeit schreibe und mich dabei um
nichts anderes mehr kümmere.
Das will ich ganz entschieden nicht! Das wäre mir zu
langweilig und zu einseitig. Vor allem denke ich, dass ein Autor, der nichts
tut, außer zu schreiben, mit der Zeit vielleicht ein immer besserer Handwerker
wird, er aber schließlich zwangsläufig schlechtere Geschichten schreiben wird.
Wer nicht am Leben teilnimmt, keine vielseitigen Interessen pflegt, sich nicht
in Gesellschaft begibt und nie vom Schreibtisch weg kommt, der wird ein
Sonderling. Ich will aber kein Sonderling werden.
OK, da weiß ich schon mal, was ich nicht will. Was aber
stattdessen?
Darüber brauchte ich wirklich nicht lange nachdenken. Da ich
finde, ein Autor sollte viele Dinge wissen, habe ich natürlich den Wunsch, in
Zukunft viele neue Dinge auszuprobieren, zu lernen und zu durchdenken.
Und schon habe ich zwei Projekte am Hals, von denen ich aber
keines missen möchte. Erstens das Schreiben und zweitens das Lernen. Und ihr
ahnt es schon: Auch hier muss das Ziel natürlich noch wesentlich konkreter
werden. Was lernen, wie viel lernen, worüber nachdenken, was neu entdecken?
Oha, ich habe anscheinend eine Menge Stoff zum Nachdenken.
Dann bin ich mal weg – zum Nachdenken.
P.S. Hier könnt Ihr Euch in meinen Autoren-Newsletter eintragen. Ich halte Euch über neue Buch-Veröffentlichungen auf dem Laufenden.
P.S. Hier könnt Ihr Euch in meinen Autoren-Newsletter eintragen. Ich halte Euch über neue Buch-Veröffentlichungen auf dem Laufenden.
Mittwoch, 17. Juli 2013
Was muss ich tun, um das zu schaffen?
Was muss ich tun, um das zu schaffen?
Die Frage ist nicht, warum etwas nicht geht, sondern, was ich tun muss, damit es geht!
Ein Bespiel dafür, wie ich mir überlege, auf welche Weise
ich ein Ziel erreichen kann, habe ich ja schon im letzten Artikel „Kann ich das überhaupt schaffen – zumindest theoretisch?“
Allerdings ergibt das noch nicht die Antwort
auf die Frage, die ich mir in diesem Artikel stelle – jedenfalls nicht ganz
konsequent.
Wenn ich einfach nur irgendwann mal z.B. zehn
Bücher geschrieben haben möchte, dann muss ich lediglich, wie im genannten
Artikel vorexerziert, den Zeitbedarf dieses Projektes mit meinem verfügbaren
Zeitbudget vergleichen und weiß dann, wie lange ich brauche, dieses Ziel zu
erreichen.
Jetzt finde ich es allerdings relativ
unbefriedigend, mich scheinbaren Sachzwängen zu unterwerfen, die mir sagen,
dass ich mein Ziel erst dann und dann erreichen kann. Was nützt mir das Wissen,
dass ich die zehn Bücher in drei Jahren fertig haben KANN, wenn ich aber in
Wirklichkeit innerhalb der nächsten zwei Jahre am Ziel sein WILL oder MUSS?
Nichts!
Nun habe ich aber durch eine genaue Analyse
meiner verfügbaren Zeit herausbekommen, dass zwei Jahre auf dieser Basis völlig
unrealistisch sind. Und das ist der Punkt: Auf DIESER Basis ist eine
Zielvorgabe von zwei Jahren unrealistisch.
Zur Erinnerung: Ich bin von 220 Werktagen im
Jahr ausgegangen, an denen ich jeweils zwei Seiten schreiben kann, wenn ich pro
Tag 1,5 Stunden erübrige, was nach meinem Budget realistisch ist.
Ich habe bei dieser Kalkulation von vornherein
alle Wochenenden, Feiertage, Urlaubstage und zehn Krankheitstage pro Jahr
abgezogen. Warum habe ich das gemacht? Weil ich bisher nie auf die Idee
gekommen wäre, an solchen Tagen zu arbeiten. Ich habe also vermieden, meine Komfortzone
anzutasten.
Offenbar muss ich das überdenken, wenn ich
mir zwei Jahre als Ziel setze. Will ich das nicht, muss ich alternativ statt
1,5 Stunden pro Werktag 3 Stunden einplanen. Das funktioniert nach meiner
aktuellen Analyse aber nicht. Vielleicht ist aber durch etwas Tuning auch hier
noch etwas möglich.
In beiden Fällen muss ich mir die Frage
stellen, wie realistisch es wiederum ist, hier etwas verändern zu wollen. Wenn
ich mir beispielsweise heute vornehme, künftig an jedem Wochenende samstags und
sonntags jeweils zwei Seiten zu schreiben, dann weiß ich von vornherein, dass
das so nichts wird. Nicht, wenn ich nicht an vielen anderen Stellschrauben
drehe. Verlockend ist diese Idee aber schon. Immerhin würde mir das 208 Seiten
mehr im Jahr einbringen.
Lustigerweise entspricht das dem Umfang von
zwei Kurzgenschichtensammlungen. Allein durch die konsequente Nutzung aller
Wochenenden würde ich dann also statt zwei gleich vier Veröffentlichungen pro
Jahr schaffen.
Da ich am 01.09.2013 ja bereits vier haben
werde (wie im vorigen Artikel geschrieben) hätte ich am 01.09.2014 also bereits
acht Bücher am Markt. Fehlen noch zwei, für die ich dann noch ein halbes Jahr
bräuchte. Plötzlich wäre ich also bei nur noch 1,5 Jahren bis zum Ziel. Ich
hätte also mein Wunsch-Ziel um sechs Monate unterboten.
Träume weiter, René! Nie und nimmer werde ich
die nächsten 1,5 Jahre jedes Wochenende zum Schreiben kommen. Never ever! Auf
Reisen, nach ausschweifenden Partys, an herrlich sonnigen Tagen mit Grillwurst
und Bier, wenn Shopping-Ausflüge mit meiner Frau anstehen – immer wird es
genügend Samstage und Sonntage geben, an denen an Schreiben nicht zu denken
sein wird. Es soll ja auch nicht in Stress ausarten. Für meinen Hauptjob muss
ich ja auch noch genügend mentale Power übrig behalten.
So what? Na, einfach ein wenig mit den
Parametern spielen.
Kann ich meine normalen Tage vielleicht
anders organisieren, um zusätzliche Zeit frei zu schaufeln? Kann ich vielleicht
dafür sorgen, dass ich zumindest jeden zweiten Wochenend-Tag zum Schreiben
komme? Was würden mir drei statt zwei Seiten am Tag bringen? Könnte ich
zumindest diese zusätzliche dreiviertel Stunde pro Tag unterbringen? Oder ist
eine Kombination aus gelegentlicher Wochenendarbeit und früherem Aufstehen in
der Woche die Lösung?
Genau daran werde ich in nächster Zeit herum tüfteln. Vom Ergebnis meiner Bemühungen werde ich Euch natürlich hier
berichten.
P.S. Hier könnt Ihr Euch in meinen Autoren-Newsletter eintragen. Ich halte Euch über neue Buch-Veröffentlichungen auf dem Laufenden.
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