Samstag, 20. Juli 2013

Was muss ich dazu wissen?



Was muss ich dazu wissen?

Ziele erfordern Ressourcen. Wissen ist eine der wichtigsten

In den letzten Artikeln habe ich hauptsächlich die Frage nach der Ressource Zeit gestellt. Was kann ich in welcher Zeit realistisch erreichen? In diesem Artikel soll es aber um das Wissen gehen, das man für ein bestimmtes Projekt braucht.

Um bei meinem Hauptprojekt, dem Schreiben,  zu bleiben: ich weiß, wie man schreibt. Das habe ich mir über Jahre antrainiert, angelesen, habe um Feedback gebeten und es bekommen. Ich habe meinen eigenen Stil gefunden, kann plotten (also Handlungen planen, Figuren entwerfen, etc.) und Spannungsbögen erzeugen. Dialoge und Cliffhanger bereiten mir auch keine unüberwindbaren Schwierigkeiten mehr.
Was also gibt es noch für mich zu wissen? Erinnert Ihr Euch noch an die vorherigen Artikel, in denen es um die Ressource Zeit ging? Ich habe herausgefunden, dass ich mich, mein Leben, meinen Alltag, ja vielleicht sogar meine Gewohnheiten und meinen Charakter ändern oder modifizieren muss, wenn ich meine zeitlichen Ressourcen optimal nutzen will.

Und da wäre wir auch schon bei der Ressource Wissen. Es drängt sich nämlich sofort die Frage nach dem Wie auf. Wie strukturiere ich meinen Tag anders und besser? Wie bekomme ich  meine angeborene Trägheit in den Griff? Diese und ähnliche Fragen wollen unbedingt beantwortet werden, wenn ich vorankommen will. Also brauche ich Know How.

Allem Anschein nach brauche ich also neue Kenntnisse und Techniken. Ich werde mich mit Zeitmanagement, Projektmanagement, Konzentration, Selbstdisziplin und vielem mehr auseinandersetzen müssen.
All diese Fähigkeiten benötige ich dabei nicht in erster Linie für das Schreiben selbst, sondern dazu, mein ganzes restliches Leben so auszurichten, dass ich überhaupt verlässlich zum Schreiben komme. Schon komisch, wohin es einen führt, wenn man erst beginnt, tatsächlich und ernsthaft über etwas nachzudenken, statt immer nur von einem unerreichbaren Wolkenkuckucksheim zu träumen.
Plötzlich stelle ich fest, dass ich einen Plan brauche, der mir ermöglicht, einen anderen Plan umzusetzen. Verrückt! Aber gut, was muss das muss.

Tatsächlich habe ich gerade jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, schon vor Tagen damit begonnen, mir diese Kompetenzen anzueignen. Ich werde also schon bald von ersten Resultaten berichten können.
Wen es interessiert, dem kann ich jetzt schon mitteilen, wie mein erster Schritt in diese Richtung aussieht.
Als erstes habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, alle meine Projekte und Aufgaben – beruflich, privat und das Schreiben betreffend – jederzeit vor Augen zu haben. Ich wollte, dass ich die Aufgaben unterschiedlichen Bereichen zuordnen kann, dass ich jederzeit von überall darauf zugreifen kann und dass es kostenlos oder günstig ist. Ferner sollten die Aufgaben / Projekte in mehrere Schritte unterteilbar sein und jeder Aufgabe sollte ein Zieldatum für den Abschluss zugeteilt werden können (nicht müssen). Wenn dann noch eine Arschtritt-Funktion integriert wäre, die mich erinnert, meinen Aufgaben auch nachzukommen, wäre das perfekt.

Also lange Recherche, alles Mögliche und Unmögliche angeschaut, vergleichen, verworfen und weiter gesucht. Schlussendlich habe ich mich bei Kanbanflow angemeldet. Das ist ein kostenloses, browserbasiertes Tool, in das man seine Aufgabeneintragen kann. Es gibt vier Spalten: To-Do, Do Today, In Progress und Done. Fertig.

Ich sehe also immer, was überhaupt noch alles zu tun ist, was heute getan werden muss, womit ich schon begonnen habe und was bereits erledigt ist. Mein Ehrgeiz ist es natürlich, die letzte Spalte möglichst schnell zu füllen. Ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn man eine Aufgabe in diese Spalte verschieben kann. Im Rückblick kann ich mich dann daran laben, was ich nicht schon alles tolles geschafft habe, und das auch noch mit dem jeweiligen Datum, wann ich etwas erledigt habe.

Am allerbesten gefällt mir daran, dass ich das Programm auch über den Webbrowser meines Smartphones bedienen kann. Ich kann also meine gesamte Zeit- und Projektplanung in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit erledigen, in der Mittagspause einzelne Punkte aktualisieren und abends beim Fernsehen auf der Couch (wenn ich mit Schreiben fertig bin) nochmals nachsehen und ggf. Ergänzungen hinzufügen.
Ach so: Die zweite Fähigkeit, die ich mir gerade aneigne ist die Mnemotechnik.

Das mache ich momentan noch aus reinem Spaß an der Freude, aber im Hinterkopf schwirren mir natürlich schon viele coole Anwendungsmöglichkeiten herum, die wiederum mein Leben erleichtern und mehr Platz zum Schreiben schaffen. Mehr dazu in Kürze hier.

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