Was muss ich dazu wissen?
Ziele erfordern Ressourcen. Wissen ist eine der wichtigsten
In den letzten Artikeln habe ich hauptsächlich die Frage
nach der Ressource Zeit gestellt. Was kann ich in welcher Zeit realistisch
erreichen? In diesem Artikel soll es aber um das Wissen gehen, das man für ein
bestimmtes Projekt braucht.
Um bei meinem Hauptprojekt, dem Schreiben, zu bleiben: ich weiß, wie man schreibt. Das
habe ich mir über Jahre antrainiert, angelesen, habe um Feedback gebeten und es
bekommen. Ich habe meinen eigenen Stil gefunden, kann plotten (also Handlungen
planen, Figuren entwerfen, etc.) und Spannungsbögen erzeugen. Dialoge und
Cliffhanger bereiten mir auch keine unüberwindbaren Schwierigkeiten mehr.
Was also gibt es noch für mich zu wissen? Erinnert Ihr Euch
noch an die vorherigen Artikel, in denen es um die Ressource Zeit ging? Ich
habe herausgefunden, dass ich mich, mein Leben, meinen Alltag, ja vielleicht
sogar meine Gewohnheiten und meinen Charakter ändern oder modifizieren muss,
wenn ich meine zeitlichen Ressourcen optimal nutzen will.
Und da wäre wir auch schon bei der Ressource Wissen. Es
drängt sich nämlich sofort die Frage nach dem Wie auf. Wie strukturiere ich
meinen Tag anders und besser? Wie bekomme ich
meine angeborene Trägheit in den Griff? Diese und ähnliche Fragen wollen
unbedingt beantwortet werden, wenn ich vorankommen will. Also brauche ich Know
How.
Allem Anschein nach brauche ich also neue Kenntnisse und
Techniken. Ich werde mich mit Zeitmanagement, Projektmanagement, Konzentration,
Selbstdisziplin und vielem mehr auseinandersetzen müssen.
All diese Fähigkeiten benötige ich dabei nicht in erster
Linie für das Schreiben selbst, sondern dazu, mein ganzes restliches Leben so
auszurichten, dass ich überhaupt verlässlich zum Schreiben komme. Schon
komisch, wohin es einen führt, wenn man erst beginnt, tatsächlich und ernsthaft
über etwas nachzudenken, statt immer nur von einem unerreichbaren Wolkenkuckucksheim zu träumen.
Plötzlich stelle ich fest, dass ich einen Plan brauche, der
mir ermöglicht, einen anderen Plan umzusetzen. Verrückt! Aber gut, was muss das
muss.
Tatsächlich habe ich gerade jetzt, wo ich diesen Artikel
schreibe, schon vor Tagen damit begonnen, mir diese Kompetenzen anzueignen. Ich
werde also schon bald von ersten Resultaten berichten können.
Wen es interessiert, dem kann ich jetzt schon mitteilen, wie
mein erster Schritt in diese Richtung aussieht.
Als erstes habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, alle
meine Projekte und Aufgaben – beruflich, privat und das Schreiben betreffend –
jederzeit vor Augen zu haben. Ich wollte, dass ich die Aufgaben
unterschiedlichen Bereichen zuordnen kann, dass ich jederzeit von überall
darauf zugreifen kann und dass es kostenlos oder günstig ist. Ferner sollten
die Aufgaben / Projekte in mehrere Schritte unterteilbar sein und jeder Aufgabe
sollte ein Zieldatum für den Abschluss zugeteilt werden können (nicht müssen).
Wenn dann noch eine Arschtritt-Funktion integriert wäre, die mich erinnert,
meinen Aufgaben auch nachzukommen, wäre das perfekt.
Also lange Recherche, alles Mögliche und Unmögliche
angeschaut, vergleichen, verworfen und weiter gesucht. Schlussendlich habe ich
mich bei Kanbanflow angemeldet. Das
ist ein kostenloses, browserbasiertes Tool, in das man seine Aufgabeneintragen
kann. Es gibt vier Spalten:
To-Do, Do Today, In Progress und Done. Fertig.
Ich sehe also immer, was überhaupt noch alles zu tun ist,
was heute getan werden muss, womit ich schon begonnen habe und was bereits
erledigt ist. Mein Ehrgeiz ist es natürlich, die letzte Spalte möglichst
schnell zu füllen. Ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn man eine Aufgabe in
diese Spalte verschieben kann. Im Rückblick kann ich mich dann daran laben, was
ich nicht schon alles tolles geschafft habe, und das auch noch mit dem
jeweiligen Datum, wann ich etwas erledigt habe.
Am allerbesten gefällt mir daran, dass ich das Programm auch
über den Webbrowser meines Smartphones bedienen kann. Ich kann also meine
gesamte Zeit- und Projektplanung in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit erledigen,
in der Mittagspause einzelne Punkte aktualisieren und abends beim Fernsehen auf
der Couch (wenn ich mit Schreiben fertig bin) nochmals nachsehen und ggf.
Ergänzungen hinzufügen.
Ach so: Die zweite Fähigkeit, die ich mir gerade aneigne ist
die Mnemotechnik.
Das mache ich momentan noch aus reinem Spaß an der Freude,
aber im Hinterkopf schwirren mir natürlich schon viele coole
Anwendungsmöglichkeiten herum, die wiederum mein Leben erleichtern und mehr
Platz zum Schreiben schaffen. Mehr dazu in Kürze hier.
P.S. Hier könnt Ihr Euch in meinen Autoren-Newsletter eintragen. Ich halte Euch über neue Buch-Veröffentlichungen auf dem Laufenden.
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