Wunschliste der Lernprojekte für die nächsten Jahre: Teil 2
Englisch läuft – es ist
noch Platz für Neues
OK, ich habe ja schon
berichtet, dass ich mit meinem Englisch-Projekt immer noch sehr gut vorankomme.
Dadurch weiß ich, dass die Methode mit der Karteikarten-App für mich
funktioniert, und dass ich am Ball bleiben kann.
Das tägliche Lernen
ist mir schon zur Gewohnheit geworden. Über die Notwendigkeit, mich extra dazu
motivieren zu müssen, bin ich zum Glück hinaus. Genau das war mir auch wichtig.
Ich wollte kein Strohfeuer entfachen, sondern eine beständig brennende Flamme,
doch das bekommt man nur, wenn man wirklich regelmäßig (am besten täglich) an
einem Projekt arbeitet. Bis heute habe ich schon ungefähr 200 neue Vokabeln und
Wendungen gelernt
Nun ist es aber auch
so, dass man vermeiden sollte, sein Gehirn zu langweilen. Früher oder später
würde der Punkt kommen, an dem das Vokallernen langweilig wird. Um das zu
verhindern, muss ich meinem Kopf also Abwechslung bieten. Natürlich werde ich
für ein zweites Lernprojekt nicht einfach die tägliche Lernzeit verdoppeln,
denn diese Zeit habe ich erstens nicht und zweitens würde das schnell zur
Überforderung führen. Meine Lernprojekte sollen mir Spaß machen, statt mich zu
stressen. Die Zeit für das zweite Projekt muss also vom ersten abgezweigt werden. Macht aber überhaupt nichts, denn ich komme sowieso gut und gerne dreimal so schnell voran, als ich es vorher erwartet hatte. Ich muss nicht zwingend zwanzig Vokabeln am Tag Lernen. Zehn tun es auch. Bleibt also Platz für zehn Fakten aus einem anderen Gebiet.
Über das zweite Lernziel musste ich gar nicht lange nachdenken, denn mit diesem Wunsch trage ich mich schon seit Jahren.
Ich habe Geschichte studiert und meine Magisterarbeit handelte von der sogenannten „Aktion 14f13“ in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Über dieses spezielle Thema hinaus habe ich mich das gesamte Studium über immer wieder mit dem Nationalsozialismus befasst. Man kann sagen, ich wusste eine Menge darüber. Leider ist dieses Wissen, zumindest das Faktenwissen, über die Jahre stark zurückgegangen. Ich habe mir immer wieder vorgenommen, mir das Thema noch einmal neu zu erschließen, und diese Mal ganz gezielt, nicht nur einfach Bücher und Aufsätze zu lesen, sondern diesen auch aktiv Wissen in Form von Namen, Daten und Fakten zu entnehmen.
Doch erst jetzt habe
ich die Werkzeuge, die ich dazu benötige – allen voran meine Karteikarten-App. Das
zweite Lernprojekt soll also darin bestehen, mir so viele Zahlen, Daten und
Namen aus der Zeit des Nationalsozialismus einzuprägen, wie irgend möglich.
Was? Das hat nichts
mit wissenschaftlichem Lernen zu tun? Das ist reine Faktenhuberei und lässt die
Zusammenhänge außer Acht? Stimmt!Deshalb ist dieses Lernprojekt auch nicht das letzte. Ich sehe es als Auftaktprojekt für das eigentliche Vorhaben an – das umfassende Studium des Nationalsozialismus.
Und wozu erst mit dem blöden Auswendiglernen anfangen? Weil ich mir davon später eine wesentlich gewinnbringendere Art der Lektüre von Fachbüchern verspreche. Ein Fachbuch, in dem ich an allen Ecken auf bekannte Daten und Namen stoße, kommt mir wie ein alter Bekannter vor. Auf diese Weise, so denke ich zumindest, werde ich den Argumenten und Ausführungen erheblich leichter folgen können, und der gesamte Inhalt wird sich viel besser im Gedächtnis verankern, weil er an vielen Stellen an vorhandenes Wissen andocken kann.
Natürlich lasse ich Euch ab und zu wissen, wie es läuft.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen