Sonntag, 4. August 2013

Ich lerne endlich wieder. Was für ein Gefühl!



Ich lerne endlich wieder. Was für ein Gefühl!

Neues Wissen an jedem einzelnen Tag

Heute gibt es einen Zwischenbericht zu meinem ersten Lernprojekt, das ich in meinem Artikel „Wunschliste Lernprojekte Teil 1“ definiert habe.
Wie ich mich und meine Begeisterungsfähigkeit so kannte, hatte ich eigentlich erwartet, dass es zunächst ein paar Tage ganz gut laufen und dann allmählich einschlafen würde. Doch was soll ich sagen? Es läuft und läuft wie ein Länderspiel! Ich nutze tatsächlich jeden einzelnen Tag mindestens einmal meine  Brainscape-App (siehe vorgenannter Artikel) und mache unaufhörlich Fortschritte.

Das selbst gesetzte Ziel von sieben neuen Vokabeln pro Tag schaffe ich mühelos. An guten Tagen sind es bis zu dreißig. Das Zettelkastenprinzip mit seinen gehirngerechten Wiederholungsintervallen funktioniert tadellos.
Natürlich ist das hauptsächlich der konsequenten Nutzung meiner zur Verfügung stehenden Zeiten zu verdanken. Wie ich die Zeit zum Lernen freigeschaufelt habe, könnt ihr in meinem Beitrag „Mini-Pausen identifizierenund nutzen“ nachlesen. 

Um die englische Sprache möglichst gut zu lernen, mache ich mir dabei die Mühe, bis zu zwölf Bedeutungen einer Vokabel zu lernen, statt nur der gängigsten. Das ist auch absolut notwendig, denn der Wortschatz des Englischen ist für die nuancenreiche deutsche Sprache manchmal nicht ausreichend. Ein guten Beispiel ist das Verb „to emerge“. Das kann im Deutschen so unterschiedliche Bedeutungen haben wie erscheinen, auftauchen, auftreten, heraustreten, hervorkommen, sich entwickeln, entstehen, schlüpfen, sich ergeben, usw. Welche Bedeutung im jeweiligen Kontext eines Textes gemeint ist, kann man nur dann herausfinden, wenn man alle möglichen Bedeutungen kennt. 

Teilweise habe ich damit begonnen, solche langen Bedeutungslisten mit einfachen, mnemotechnischen Tricks zu lernen. Stark vereinfacht gesagt, geht es bei der Mnemotechnik darum, Informationen in geistigen Bildern zu codieren. Bilder merkt sich das Gehirn um ein vielfaches besser, als abstrakte Informationen wie Wörter oder Zahlen. Zu einem tieferen Einstieg in die Mnemotechnik werde ich in späteren Artikeln noch kommen. Momentan steige ich selbst erst in diese Thematik ein.
Nur so viel: Eine Liste von bis zu 45 beliebigen Dingen kann ich mir bereits jetzt mühelos einprägen und fehlerlos wiedergeben. Um das zu lernen, habe ich nur zwei Tage benötigt. Es lohnt sich also wirklich, sich mit Mnemotechnik zu befassen.

Eine weniger strukturierte Art, sozusagen Mnemotechnik light, wende ich momentan wie gesagt bei einigen Vokabeln an. Um beim Beispiel des Verbs „to emerge zu bleiben:
Für jede Bedeutung visualisiere ich ein kleines Bild. „Auftauchen“ wird bei mir z.B. zu dem Bild eines Tauchers, der gerade die Wasseroberfläche durchbricht. Für „erscheinen“ stelle ich mir eine weiß gekleidete Gestalt vor, die sich aus dem Nichts materialisiert. Um es nicht mit „auftauchen“ zu verwechseln, scheint diese Gestalt in hellem Licht. „Schlüpfen“ wiederum wird natürlich als Küken, das aus dem Ei schlüpft vorgestellt und bei „sich ergeben“ denke ich an einen Soldaten, der mit erhobenen Händen aus einem Schützengraben kommt. Ihr seht das Prinzip? Klingt seltsam, stimmt´s? Nun, da unser Gehirn offenbar seltsame Eindrücke liebt, ist es mir vollkommen egal, ob ihr glaubt, ich sei beknackt oder nicht.

Mnemotechnik hat einfach viel zu viel Potenzial, um sich nicht damit zu befassen. Vielleicht hat jemand von Euch ja auch schon Erfahrungen damit gesammelt. Dann würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr mir davon berichten würdet.

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